Menschen verbinden

Informations- und Kommunikationstechnologie ist für uns eine wichtige Arbeitsgrundlage. Schon lange ermöglichen uns moderne Arbeitsgeräte ein papierloses Arbeiten. Die notwendigen technischen und organisatorischen Voraussetzungen für den Einsatz dieser digitalen Arbeitsgrundlagen liegen in den Händen unseres Fachbereichs Informations- und Kommunikationstechnologie. Ein sieben Mann starkes Team, das Steven Völke leitet. Er veranschaulicht, wie sich sein Aufgabengebiet über die Jahre entwickelt hat und welche Herausforderungen uns in Zukunft erwarten.

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Herr Völke, wie steht es um die digitalen Strukturen im Gesundheitssektor?

Steven Völke: Die zunehmende Digitalisierung des öffentlichen Lebens ist längst im Gesundheitswesen angekommen. In einem erheblichen Maß verändert und bestimmt sie unser Arbeiten und unsere Arbeitsprozesse. Wohin die Reise geht, hat uns die Corona-Pandemie gezeigt. Das bedeutet wachsende, spannende und zugleich neue Herausforderungen, denen wir uns entschlossen stellen.

Haben Sie ein Beispiel für die digitalen Veränderung?

Steven Völke: Der Einfluss digitaler Prozesse ist sehr grundlegend. Zu Beginn des Medizinischen Dienstes haben wir Gutachten beispielsweise noch handschriftlich oder mit Schreibmaschine auf Papier erstellt. Wenig später nutzten wir bereits PCs und Notebooks, druckten die Gutachten allerdings zumeist noch aus, um sie per Post zu versenden. Hier zeigt sich, dass wir in unserer Arbeit diverse Schnittstellen zu anderen Institutionen besitzen, die im Zuge unserer Digitalisierung ebenfalls digital auszugestalten sind. In vielen Bereichen haben wir bereits elektronische Verfahren implementiert, die vom Auftragseingang bis zum Gutachtenausgang einen vollständig digitalisierten Begutachtungsprozess ermöglichen. Wir befinden uns also in einem stetigen Entwicklungsverlauf, der immer mehr Fahrt aufnimmt. Mit der Corona-Pandemie haben wir das Tempo sogar noch beschleunigt.

Das klingt spannend. Was denken Sie, wo der Medizinische Dienst in 10 Jahren steht?

Steven Völke: Das lässt sich nur schwer voraussagen. Viele Szenarien sind denkbar. Generell erwarte ich, dass sich die Player im Gesundheitswesen noch enger miteinander vernetzen. Wie wichtig das ist, hat die Pandemie deutlich gezeigt. Synchron werden sich natürlich die technischen Möglichkeiten enorm weiterentwickeln. Unsere Aufgaben werden neue Computersysteme und „intelligente“ Software unterstützen. Ihr Einsatz wird uns neuen Raum für weitere Prozessoptimierungen und innovative Gedanken schaffen.

Wie verhindern Sie, im Geschwindigkeitsrausch der Digitalisierung den Anschluss zu verlieren?

Steven Völke: Das gelingt uns nur, wenn alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im MDK Sachsen-Anhalt den Weg des digitalen Wandels mitgehen und mitgehen wollen. Der Blick für die technischen Vorteile ist dabei genauso wichtig wie der Enthusiasmus, sich auf den Umgang mit den neuen Technologien einzulassen. Künftig wird uns im Fachbereich IT noch mehr als bisher die Aufgabe zuteilwerden, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem entwicklungsreichen Weg der Digitalisierung zu unterstützen.

Wie tun Sie das?

Steven Völke: Entscheidend ist, dass wir bei Komplikationen und Fragen für unsere Kolleginnen und Kollegen aus sämtlichen Bereichen immer persönlich ansprechbar bleiben. Wir dürfen uns nicht hinter Ticketsystemen oder Bandansagen verstecken. Über den direkten Austausch mit den Mitarbeitenden, aber auch durch die Nähe zu ihren Tätigkeiten, leisten wir einen großen Beitrag. Das persönliche Gespräch ist oft der schnellste Weg für Lösungen. Parallel dazu müssen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber genauso für den kompetenten Umgang mit den neuen technischen Möglichkeiten qualifizieren.

Steven Völke leitet die digitale Verbindungszentrale im MDK Sachsen-Anhalt.

Definitiv wichtige Aufgaben, aber vermutlich nicht alles, was Ihr Fachbereich leistet?

Steven Völke: Richtig. Generell steigen die Erwartungen an uns und unsere Systeme sowohl intern als auch extern. Das ist verständlich, denn große IT-Unternehmen wie Google oder Microsoft machen vor, was alles möglich ist. Um hier Schritt zu halten, entwickeln wir unsere Anwendungen und IT-Systeme kontinuierlich weiter. Fachliche Anforderungen und innovative Ideen sind dabei mit gesetzlichen Vorgaben zu Themen wie Datenschutz und Informationssicherheit unter einen Hut zu bringen. Das ist so wie die Quadratur des Kreises. Nicht zu vergessen, dass wir diesen Spagat im Verhältnis zu Google oder Microsoft mit einem wesentlich kleineren Team realisieren.

Wie bewältigt Ihr Team diese Herausforderung und wie behalten Sie im wachsenden Themenfeld den Überblick?

Steven Völke: In meinem Team ist jeder in einem bestimmten Tätigkeitsbereich spezialisiert und besitzt ein hohes Fachwissen in dem, was er tut. Trotzdem ist uns bewusst, dass wir auch immer wissen müssen, was der andere tut, um auf spezielle Probleme oder Anforderungen zu reagieren. So können wir ein sehr breites Feld an Tätigkeiten selbst übernehmen, bleiben flexibel und sind in der Lage, uns gegenseitig gut zu vertreten. Darüber hinaus schätze ich sehr, dass jeder meiner Teamkollegen den persönlichen Anspruch hat, das Beste für uns und die Aufgabenwahrnehmung des MDK für die Solidargemeinschaft zu leisten. Ein Team, auf das ich wirklich sehr stolz bin.

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